
ein wort
Mir gefällt das Wort. Es hat eben nicht ganz die zerstörerische Kraft wie Nichtentscheidung als Antonym zur Entscheidung, sondern nur eine stark eingeschränkte Möglichkeit, oder sagen wir eine Fastmöglichkeit einer Entscheidung.
Es geht nicht aus dem Wort an sich hervor, ob einfach ein willentliches Defizit zur Entscheidung überhaupt, als entscheidungshemmendes Moment vorliegt, oder aber ein gesellschaftliches, evtl. ein politisches, ein tiefenpsychologisches, usw. usf. Das macht das Ganze so schön auf alle Lebens- und Sachlagen übertragbar; wenn ich ein Biologe wäre, würde ich fast sagen es ist ein ubiquitäres Wort: stets in allen Lebens und Sachlagen vorhanden und anwendbar. Vor dem letzten Jahr hätte man das Gesellschaftspolitische noch als Ausnahme der Begriffsanwendbarkeit ausklammern, oder zumindest einschränken müssen. Das ist nun auch vorbei.