
spiderman
Ich wurde gestern, nach dem ich meinen Unmut über den Film geäußert habe gefragt, warum ich den Film so schlecht fand. Meine spontane Antwort war, daß die Geschichten nicht zu Ende erzählt wurden.
Ich wollte das doch nochmal konkretisieren:
Also, ersteinmal was Positives: Ich hatte schlimmere Dialoge erwartet, als sie eigentlich waren, aber gut waren sie deshalb noch lange nicht. Wenigstens war ich nicht durchgehend unangenehm berührt. Ach, da fällt mir noch etwas Positives ein: die Darsteller sind gut, Glück gehabt.
Ich fand' es schade, dass die Geschichten der Figuren nur ansatzweise erzählt wurden. Was war denn zum Beispiel mit der Freundschaft zwischen Peter und seinem Freund (mir fällt der Name nicht ein)? Es wurden auch überhaupt keine Details der Verwandlung von Osborn zum Green Goblin erzählt. Plopp, plötzlich ist er schizophren. Der Chefredakteur fristet ebenfalls ein ziemlich unausgegorenes Dasein im Film. Die ganzen menschelnden Komponenten fallen, je weiter der Film fortschreitet, völlig flach. Und wenn es denn so gewesen wäre, dass die Actionszenen dieses wieder rausgerissen hätten, dann hätte ich ja noch ein Auge zugedrückt. Die "Flugszenen" durch die Häuserschluchten sind einmal oder vielleicht auch zweimal beeindruckend, aber es fehlt an filmischen Ideen. Sieht aus, als wäre der Film von Computergamern animiert worden.
Über die Amerika-Flagge am Ende bewahre ich Stillschweigen, aber das ist wohl das Tribute to 9/11. Anstatt Twintowers.
P.S.: Ich fürchte mich schon vor der Fortsetzung, wenn auch noch die Genese zum Superhelden wegfällt. Ohje.