
therapeutischer nutzen digitaler tagebücher
Gestern noch hab ich angeregt durch passe.par.tout darüber nachgedacht, welchen Nutzen das Bloggen eigentlich für mich hat. Heute lese ich bei Anke Gröner vom selben Thema. Bei mir jedenfalls ist es eigentlich ganz einfach: Das Schreiben im Weblog hilft einfach Gedanken zu sortieren, mehr als wenn man verbal am Telefon formuliert zum Beispiel. Es ist beständiger, vielleicht auch ein Stück ehrlicher oder persönlicher. Das mag paradox erscheinen, aber es ist nur die Tastatur und der Bildschirm da, wenn man schreibt. Ich muß nicht darauf warten, daß mir jemand bedächtig zuhört. Sicher gibt es viele, die bedächtig zuhören können, aber ich sitze gerne allein vor dem Rechner. Ich weiß ja, daß viele Freunde das Weblog lesen und man kommt ins Gespräch. Die Öffentlichkeit? Das Zurschaustellen? Es gibt halt kaum noch Nachbarschaft im wahren Leben und hier ist man doch irgendwie auch unter sich. Jedenfalls gefühlt.